P o d i u m s d i k u s s i o n   z u r   L a n d t a g s w a h l


Schülermeinungen (Robin Laier, Andreas Uhl, Simone Schwenninger und Angela Ernesti)


Am Donnerstag, den 26.1 fand in der 5. und 6. Stunde eine Podiumsdiskussion mit 4 Landtagsabgeordneten und -kandidaten aller großen Parteien statt.
Die anwesenden Schüler der Klassenstufen 12 und 13 stellten dabei hauptsächlich Fragen zur Bildungspolitik.

Leider wurde der zeitliche Rahmen der Veranstaltung völlig gesprengt , und über einen Teil der Themen, die die Moderatoren Herr Weißenborn und Herr Knoche eigentlich noch abhandeln wollte, konnte bis zum Ende um 12:50 gar nicht diskutiert werden. Dennoch war es äußerst informativ, den Politikern zuzuhören und vor allem, was die jeweiligen Parteien für Ziele verfolgen, ganz besonders beim Thema Studiengebühren.

Ob die Veranstaltung die Wahlentscheidung des wahlberechtigten Publikums beeinflussen konnte, ist fraglich, da sich alle 4 Politiker mehr oder weniger häufig in Details verloren haben und die eigentlichen Fragen der Schüler mitunter nicht beantworten konnten oder wollten.


Robin Laier (Jahrgangsstufe 12) in Phoenix (28.01.2006)




Wie die meisten anderen Schüler unseres Gk3 ­ Kurses, bin auch ich der Auffassung, dass die Podiumsdiskussion am 26.01.06 mit den Politikern der vier großen Parteien CDU, SPD, Grüne und der FDP  eine sehr gelungene Veranstaltung darstellte. Sowohl von Seiten der beteiligten Schüler, die die Möglichkeit hatten, sich ein Bild über Politik und Parteienvertretung machen zu können, als auch aus Sicht der Politiker, die die Gelegenheit ergriffen, den eigenen Standpunkt und den ihrer Parteien gegenüber jungen Leuten zu vertreten, wurde diese Veranstaltung ernst genommen. Durch die Wortmeldungen des Publikums wurde den Schülern die Politik auf eine Weise näher gebracht, die nun mit Sicherheit viele neue Aspekte aufwirft, jedoch auch zur zukünftigen politischen Willensbildung beitragen könnte.

Während der Diskussion wurden die Positionen der einzelnen Politiker sehr deutlich, jedoch oft zu detailliert dargelegt. Auf Grund dieser Tatsache wurde die Zeit leider schnell knapp und es konnten von vier vorgesehenen Problemstellungen nur die Bildungspolitik ­ sicher der wichtigste Aspekt ­ gründlich debattiert werden. Jedoch bleibt es fraglich, ob eine zeitliche Ausdehnung der Veranstaltung positiv ausgefallen wäre, da man bemerken konnte, dass manche Stellungnahmen zu Schülerfragen immer mehr auf Wahlkampfebene unter den Politikern selbst ausgetragen wurden. 

Positiv zu vermerken war, dass wir als Schüler den Politikern wichtig waren und von ihnen durchaus ernst genommen wurden, was sich unter anderem darin widerspiegelte, dass alle vier Politiker mit großer Bereitschaft an der Diskussion teilnahmen und teilweise selbst nach offizieller Beendigung auf die Fragen der Schüler eingingen. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Podiumsdiskussion einen schulischen Exkurs darstellte, der so aufschlussreich und interessant war, dass ich sie persönlich für eine Veranstaltung halte, bei der man sich bemühen sollte, sie trotz einigem Aufwand regelmäßig im Gymnasium zu organisieren.


Andreas Uhl (Jahrgangsstufe 12) 02.02.06




Als zentrale Idee hinter dieser Veranstaltung stand das Anliegen, die Kandidaten des Landkreises für den baden-württembergischen Landtag den Schülerinnen und Schülern vorzustellen im Hinblick auf die kommende Landtagswahl am 26.03.2006. Dazu waren Peter Straub (CDU), Erhard Graunke (FDP), Alfred Winkler (SPD) und Ruth Cremer-Ricken (B90/Die Grünen) erschienen.

Rückblickend betrachtet kann man sicherlich den Schluss ziehen, dass diese Absicht gelungen ist. Ein jeder hat sich durch die vorausgehende kurze Vorstellungsrunde und die anschließende lebendige Diskussion ein Bild der einzelnen Kandidaten und ihrer Argumente machen können.

Leider konnte während der ca. 95 Minuten nur der Punkt Bildung von fünf vorgesehenen Gesprächsthemen angesprochen werden, doch das hinderte die Kandidaten nicht daran, sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Und man muss sagen, dass es zeitweise auch ganz schön heiß herging, sodass sicher auch diejenigen, die der Diskussion nicht mit hundertprozentiger Aufmerksamkeit beiwohnten, die Ohren spitzten, um zu hören, was gerade gesagt wurde. Es sei an dieser Stelle nur an eine gewisse Äußerung zur Finanzierung eines Studiums erinnert...

Allgemein konnte man im Anschluss an die Veranstaltung feststellen, dass die Diskussion bei den Schülern nachwirkte. Vielfach unterhielten sich Schüler noch nach dem Gong untereinander über Stellungnahmen der einzelnen Kandidaten. Doch auch das direkte Gespräch mit den Politikern war möglich und erwies sich als aufschlussreich, um die vertretenen Standpunkte differenzierter kennen zu lernen, sodass z. B. Facetten ans Licht traten, die aus der öffentlichen Diskussion nicht so deutlich wurden.

Ich persönlich komme zu dem Fazit, dass es eine gute Idee war, eine Diskussion in solcher Form an unserer Schule zu veranstalten. Besondere Aufmerksamkeit sei hierbei den Organisatoren gewidmet, die es geschafft haben, alle Klassen aus dem Hauptgebäude für zwei Schulstunden in den Neubau zu verlegen, was nicht gerade mit wenig Arbeit verbunden gewesen sein dürfte.

Was mich außerdem positiv beeindruckt hat, ist zu beobachten, dass die Diskussion nicht nur bei den Schülern, sondern auch bei den Politikern nicht einfach so abgehakt wurde. Ich fand es schön, in der Schule einen Brief von Herrn Straub zu sehen, in dem er sich für die Einladung zur Podiumsdiskussion bedankt und außerdem einen aktuellen Artikel zu einem besprochenen Thema anfügt. Auch Herr Winkler hat sich in ähnlicher Weise noch einmal schriftlich geäußert. Solche kleinen Gesten sind es, die einem jungen Menschen zeigen, dass man von der Politik nicht vernachlässigt wird.


Simone Schwenninger (Jahrgangsstufe 13) 02.02.06




Ich fand die Podiumsdiskussion sehr informativ. Es war sehr toll die verschiedenen Meinungen der einzelnen Parteien direkt und hintereinander zu hören.

Sehr zugesagt hat mir auch die Themenwahl, da es um Themen ging, die uns auch betreffen werden. Schade war es, dass die Podiumsdiskussion zeitlich so kurz angesetzt worden ist und man nicht alle Themen des Katalogs ansprechen konnte. Außerdem sollte man bei einer solchen Veranstaltung Redezeiten einführen, damit jede Partei gleich viel Zeit zur Verfügung hat die jeweilige Meinung zu vertreten und zu errörten.

Am Ende der Veranstaltung war ganz klar zu spüren, dass der Wahlkampf begonnen hat und ein kalter Wind zwischen den Parteien fegen wird. Hierbei negativ anzumerken ist aber, dass sich manche Politiker dann nicht zügeln können und uns Schüler als "politisch uninteressiert" dastehen lassen.

Alles in allem kann ich sagen, dass die Veranstaltung total interessant war und gegebenenfalls unbedingt wiederholt werden sollte.


 Angela Ernesti (Jahrgangsstufe 12) 03.02.06




Zum Beitrag des Südkurier vom 27.01.2006 hier klicken


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