Organisation
Evaluation 2008/2009
Einen weiteren Schritt im Rahmen der Evaluation hat das Klettgau-Gymnasium im Schuljahr 2007/2008 getan: Die Selbstevaluation fand in der Befragung der Elternschaft ihre Fortsetzung, im Juli weilte eine dreiköpfige Kommission für drei Tage an der Schule, um eine Fremdevaluation durchzuführen. Beide Verfahren sind Bestandteil der Evaluation, die mit Beginn des Schuljahres 2008/09 für alle Schulen des Landes verbindlich vorgeschrieben ist. Einen Zwischenstand will dieser Artikel aufgezeigen.
Das Klettgau-Gymnasium hatte sich für die Selbstevaluation den Qualitätsbereich IV „Schul- und Klassenklima“ ausgesucht - siehe KGT-Jahrbuch 2007/2008. Mit der Befragung der Elternschaft wurde das Verfahren nun in erster Runde abgeschlossen. Der Arbeitskreis „Evaluation am KGT“ hat inzwischen die Ergebnisse gesichtet und bereits erste Anregungen umgesetzt. Gleichzeitig wurden die Ergebnisse der Fremdevaluation diskutiert und auch hier Bereiche festgelegt, für die Verbesserungsmöglichkeiten denkbar sind.
Selbstevaluation
Die Ergebnisse der Selbstevaluation aller befragten Gruppen sind auf der Website des KGT im Einzelnen nachlesbar (Publikationen, Bereich "Schulische Dokumente und Infos / Evaluation"). Das Gesamtfazit aus Elternsicht kann sich sehen lassen und entspricht letztlich auch den Ergebnissen, die bei der Befragung des Kollegiums und der Schülerschaft erzielt wurden: Mehr als 90 Prozent der befragten Eltern bescheinigen dem KGT, dass es „eine gute Schule“ ist (Kategorie „trifft völlig zu“ bzw. „trifft ziemlich zu“). Ähnliche Ergebnisse sind bei den Aussagen „Mein Kind geht gerne in unsere Schule“ und „Mein Kind geht gerne in seine Klasse“ zu finden.
Rund zwei Drittel der befragten Eltern verweisen ergänzend darauf hin, dass „unsere Schule (noch) besser werden muss“. Das war bei den befragten Schülern ähnlich. Verbesserungsbedarf sehen die Eltern zum einen beim sozialpädagogischen Angebot der Schule. Verstärkt empfänden Schüler einen größeren Leistungsdruck. Nach Meinung der Eltern habe dieser sich nach der Einführung von G8 erhöht.
Zuweilen komme es weiterhin in einzelnen Klassen zu Verhaltensauffälligkeiten bei einzelnen Schülern und damit verbunden zu Spannungen. Hier stellten Eltern konkret Fragen nach den Möglichkeiten einer Verbesserung der sozialen Kompetenz bei Schülern und entsprechenden Präventivmaßnahmen. Als dritten verbesserungswürdigen Bereich nannten die Eltern die Kriterien bei der Leistungsbeurteilung der Lehrerschaft. Diese seien uneinheitlich und zuweilen für die Schüler nicht nachvollziehbar. Weiterhin seien die Termine für Klassenarbeiten und Tests zu wenig koordiniert.
Die genannten Punkte bildeten auch die Diskussionsthemen beim ersten „Runden Tisch“, der im Frühjahr 2008 an der Schule stattfand. Die Eltern hatten eine eigene Umfrage innerhalb der Elternschaft durchgeführt. Die Ergebnisse können im Jahrbuch 2008/2009 nachgelesen werden. Als erste konkrete Maßnahmen hat das Kollegium mit Beginn des Schuljahres 2008/2009 die Anforderungen und Richtlinien bei den GFS („Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen“) vereinheitlicht.
Auch bei der Terminierung von Klassenarbeiten und Test soll es bessere Absprachen geben. Einige Fachschaften diskutieren bereits, ob und wie die Kriterien bei der Leistungsbeurteilung modifiziert werden können.
Fremdevaluation
Einen ganzen Katalog von sog. „Qualitätsaussagen“ arbeitete das dreiköpfige Team im Rahmen der Fremdevaluation im Juli ab. Die
Mitarbeiter des Landesinstituts für Schulentwicklung führten hauptsächlich Interviews durch. Dazu gehörten auch kurze Unterrichtsbesuche und eine Schulhausbegehung.
Auf einer Gesamtlehrerkonferenz wurde der Evaluationsbericht im Oktober vorgestellt und die darin getätigten Aussagen diskutiert. Der Gesamteindruck ist im nebenstehenden Kasten nachzulesen. So heißt es beispielsweise im Bericht, dass Schülerinnen und Schüler gefordert würden, was sich auch in regelmäßig guten Abiturschnitten widerspiegelt. Das breite außerunterrichtliche Angebot der Schule wurde ebenfalls gelobt.
Diskussionen gab es zum Verfahren selbst: Die Lehrerschaft beklagte, dass im Rahmen der Fremdevaluation formale Gesichtspunkte zu sehr im Vordergrund stünden. Pädagogisches Arbeiten orientiere sich in erster Linie an Inhalten, so der Tenor bei der Diskussion. Acht Empfehlungen hat die Kommission am Ende ihres Berichts aufgeführt. Der KGT-Arbeitskreis hat für die Schule die wichtigsten inzwischen diskutiert. Priorität besitze die konsequente Weiterführung des begonnenen Schulkonzepts, bei dem bereits Leitbild, Leitideen und Maßnahmen formuliert sind. Das Methodencurriculum sowie die Einführung des Projektunterrichts und der Hausaufgabenbetreuung zum neuen Schuljahr - siehe Bericht an anderer Stelle - entspreche bereits dieser Fortführung.
Ebenfalls begonnen wurde mit dem Entwurf gemeinsamer Kriterien für die Leistungsmessung, um Ungleichheiten bei Leistungsbeurteilungen auszugleichen, was die Kommission als weitere Empfehlung gab. Dazu gehöre nach Meinung des Arbeitskreises auch die Stärkung der Fähigkeiten bei Schülerinnen und Schülern, ihre Leistung selbst einschätzen zu können. Die begonnenen Konzepte benötigen zudem ihre Zeit.
Mit der Entscheidung, mittelfristig am Klettgau-Gymnasium den Ganztagesschulbetrieb einzuführen, stellt sich die Schule zudem den aktuellen schulpolitischen Herausforderungen.
Gesamteindruck der Kommission
Dieser Artikel „Gesamteindruck“ beschreibt Aspekte und Bereiche, die aus der Sicht des Evaluationsteams kennzeichnend für die schulische Arbeit des KGT sind:
Die Schule liegt am Rande des Erholungsgebiets „Bürgerwald“. Die Nähe zur Natur wird betont durch einen kleinen Bach, welcher durch das Schulgelände fließt. Alle drei Gebäude, die Treppenhäuser und die Klassenzimmer sind gepflegt und teilweise mit Schülerarbeiten geschmückt. Der Bachlauf, die Stege und eine als Treffpunkt dienende Holzplattform im Außenbereich befördern nach Meinung aller Betroffenen eine angenehme Atmosphäre.
Das Klettgau-Gymnasium ist eine lebendige Schule mit vielen Möglichkeiten für Schüleraktivitäten: Die Schülermitverantwortung (SMV) organisiert beispielsweise die Kulturwoche, eine Nachhilfebörse oder den Fünftklässlertag. Die Schülerzeitung „Phoenix“, eine Arbeitsgemeinschaft, veröffentlicht ein- bis zweimal pro Jahr aktuelle und allgemeine Themen der Schule. An der Schule gibt es Arbeitsgemeinschaften im sportlichen, musischen und künstlerischen Bereich. So präsentieren beispielsweise Chor, Orchester, Bläserklasse, Jazzband und Theater durch Konzerte und Aufführungen die Schule nach außen.
Der Schüleraustausch mit Frankreich (Blois) hat eine sehr lange Tradition. In jüngster Zeit wird das Austauschprogramm durch Kontakte mit Kanada (Truro) und Polen (Odolanów) ergänzt. Eine einwöchige Studienreise der Klassen 11 nach Berlin ist fester Bestandteil der außerunterrichtlichen Aktivitäten. Ein ebenfalls regelmäßiges Angebot sind die Studienfahrten in europäische Metropolen. Die Schule kooperiert intensiv mit der Musikschule Südschwarzwald sowie mit Betrieben der Umgebung und beteiligt sich aktiv am Hochrhein-Seminar. Diese Kontakte werden gezielt für die schulische Arbeit, für außerunterrichtliche Aktivitäten und für das geplante Ganztagsprogramm genutzt.
Ein ausgeprägtes Engagement der Eltern zeigt sich u.a. durch deren Mithilfe bei der Bibliotheksverwaltung und bei der Initiierung und Betreuung des Mensabetriebs.
Das im März 2008 verabschiedete Leitbild der Schule hat als Motto den Gedanken von Gemeinschaft und Individualität. Ziel ist es, die „...Kinder und Jugendlichen auf einem hohen Niveau zu einer verantwortungsbewussten und konstruktiven Mitgestaltung unserer Gesellschaft zu qualifizieren.“ Ein Drei- Säulen-Modell fasst die Orientierung der pädagogischen Arbeit des Klettgau-Gymnasiums zusammen: „Lehren und lernen“, „Gemeinsam leben und arbeiten“ und „Persönlichkeit entwickeln“ bilden dabei die Grundlagen.
Diese übergeordneten Leitideen werden in den schulischen Angeboten konkretisiert.
Die praktische Umsetzung der Leitgedanken im täglichen Miteinander ermöglicht eine bewusste Hinführung zu gegenseitigem Respekt und Eigenständigkeit der Schülerinnen und Schüler. Maßnahmen, die aus dem Leitbild abgeleitet werden, sind den Lehrpersonen im Allgemeinen bekannt; die befragten Schülerinnen und Schüler und die meisten interviewten Eltern kennen Leitbild und Leitideen nicht.
Ein Arbeitskreis Evaluation bereitet schulische Evaluationen vor, womit eine datengestützte Qualitätsentwicklung begonnen
wurde. Bisher handelt es sich dabei nicht um eine systematische Qualitätsentwicklung: informeller Austausch und anlassbezogene Lösungen sind bevorzugte Vorgehensweisen.
Am Klettgau-Gymnasium werden die Schülerinnen und Schüler gefordert, was sich auch in regelmäßig guten Abiturschnitten widerspiegelt. Die interviewten Eltern stehen dieser Leistungsbezogenheit mehrheitlich positiv gegenüber und loben gleichermaßen die intensiven und differenzierten musischen Angebote.
Zur Förderung der überfachlichen Kompetenzen werden an der Schule das Sozialprojekt und die Profilwoche angeboten; das Methodencurriculum wurde bisher nicht auf seine Wirksamkeit hin überprüft. Die Eltern wünschen sich diesbezüglich mehr Nachhaltigkeit. In den beobachteten Unterrichtssituationen konnte eine gezielte Förderung der methodischen sowie der personalen und sozialen Kompetenzen punktuell beobachtet werden.
Quelle: Gerhard Behnke im KGT-Jahrbuch 2008/2009, S. 14-15, aktualisiert von Martin DühningLehren und Lernen
Lehren und Lernen
Das Ziel des gymnasialen Bildungsganges ist es, die Schüler zum Hochschulstudium zu befähigen.
Voraussetzungen dafür sind wissenschaftliche Grundlagen, ein umfangreiches Fachwissen, eine breite Allgemeinbildung und die Beherrschung von Schlüsselkompetenzen.
So werden Schüler/innen befähigt zum selbstständigen und vernetzten Denken und Arbeiten.
Gemeinsam leben und arbeiten
Gemeinsam leben und arbeiten
Schülerinnen, Schüler, Eltern, Lehrkräfte und alle anderen am Schulleben Beteiligten begreifen unsere Schule als gemeinsamen Lebens- und Arbeitsraum, der von allen mitgestaltet wird und für den alle mitverantwortlich sind.
Wir sind ständig bemüht ein Schulklima zu pflegen, das geprägt ist von Offenheit und gegenseitigem Vertrauen.
Achtung und respektvoller Umgang miteinander, Höflichkeit, Wertschätzung, Toleranz, Vertrauen, Fairness und Ehrlichkeit werden an unserer Schule gelebt.
Dabei ist es für uns wichtig, dass gemeinsam erarbeitete Regeln und Vereinbarungen konsequent eingehalten und die uns zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten, Einrichtungen und Materialien sorgsam behandelt werden.
Persönlichkeit entwickeln
Persönlichkeit entwickeln
Unsere Schule bietet Kindern und Jugendlichen einen Arbeits- und Lebensraum, in dem sie ihre Persönlichkeit und ihre Anlagen entwickeln können.Wir helfen ihnen, ihre Begabungen zu entfalten. Sie erfahren, dass von ihnen Leistungsbereitschaft erwartet wird. Sie lernen Leistung schätzen und ihr Selbstvertrauen wächst.
Auf dieser Basis lernen sie sich und ihre Lebenswelt kritisch zu betrachten, sich zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen.
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Das Schulkonzept des KGT
KGT- Schulkonzept
Das KGT-Schulkonzept wurde im Jahr 2004 vom Kollegium des KGT entwickelt und im Jahr 2008 aktualisiert.
Das Leitbild des KGT bildet die Basis des Konzepts.
Die zentralen Begriffe führen zu genaueren Erklärungen und den konkreten Umsetzungen an unserer Schule.
Gemeinschaft und Individualität | ||
Lehren und Lernen | Gemeinsam | Persönlichkeit entwickeln |
Allgemeinbildung Fachwissen Kompetenzen vernetztes Denken Selbstständigkeit Studierfähigkeit |
Höflichkeit Wertschätzung Toleranz Vertrauen Fairness Ehrlichkeit
| Begabungen Leistungsbereitschaft Selbstvertrauen Kritikfähigkeit Engagement Verantwortung |
Ein durchgängiges Bildungskonzept führt zur Studierfähigkeit. | ||
