Studienbotschafter am KGT

„Vertrauensvoller Austausch“  

Am Dienstag, 3. Dezember 2019, besuchten die vier Studienbotschafter, Kerstin Rohrmann, Isamarie Nietfeld, Matthias Rusch und Naomi Rühl ca. 50 Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 1 im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts.

Da die berufliche Orientierung auch an allgemeinbildenden Gymnasien gestärkt werden soll, setzt das Klettgau-Gymnasium auf verschiedene Angebote im Bereich der Studienorientierung. Von der Talententwicklung bis zum Bewerbertraining sollen Schülerinnen und Schüler zum bereits bestehenden Angebot verschiedene Möglichkeiten bereitgestellt bekommen.

(Foto:  Kerstin Rohrmann)

Die vier Studierenden begannen ihren Vortrag schüleraktivierend und stellten gleich die Frage, wer denn schon wisse, was er nach dem Abitur machen wolle. „Dieses Bild überrascht auch mich“, sagt Isamarie, als nur eine Handvoll Schüler sich mit einem klaren Berufsziel zu erkennen geben. Dennoch betonen die vier Studienbotschafter, dass es nicht verwunderlich sei, da es ca. 19.000 Studiengänge deutschlandweit gebe, wenn man nicht wisse, was man studieren wolle - sozusagen die Qual der Wahl.

Nach einem allgemeinen Informationsteil, in dem den Schülern die innere und äußere Suche nach dem passenden Beruf anschaulich erklärt wurde sowie die verschiedenen Hochschularten gezeigt wurden, konnten die Schülerinnen und Schüler selbst auswählen, welche Studentin bzw. welchen Student sie noch genauer befragen wollten. Isamarie studiert an der Hochschule Furtwangen Medizintechnik und war zuvor acht Monate in Neuseeland. Naomi studiert in Freiburg Medizin: „Mir ist es wichtig, dass ich Abiturienten auch mitgeben kann, dass nicht nur die besten Schülerinnen und Schüler Medizin studieren können. Es gibt so viele Möglichkeiten, auf anderem Wege in diesen Studiengang zu kommen. Schluss mit den Mythen.“

Kerstin, die in Tuttlingen Ingenieurspsychologie studiert, kann sich sehr gut in die Jugendlichen hineinversetzen: „Auch ich habe sehr lang gebraucht, um für mich das Passende zu finden. Aber jetzt bin ich zufrieden und hoffe, dass ich auch einige Schülerinnen und Schüler dafür begeistern kann, dass es sich lohnt, sich mit der inneren und äußeren Suche näher zu beschäftigen.“ Der Maschinenbau- und Mechatronik-Student Matthias gibt viele Tipps bei der Finanzierung des Studiums: „Nur wenige von uns haben das Glück, dass die Eltern ihnen das Studium finanzieren können. BaföG und Stipendien betreffen viel mehr Studenten als man so landläufig denkt. Es ist sogar häufig der Fall, dass Stipendien gar nicht abgerufen werden.“

„Wir können aus erster Hand erfahren, wie es im Studium so läuft und welche Schwierigkeiten und Probleme auftreten können“, so das Fazit einer Schülerin nach dem Besuch der Studienbotschafter. In den kleinen Runden, als die Jugendlichen sich allein mit einem Studierenden ihrer Wahl austauschen konnten, durften keine Lehrkräfte anwesend sein. „Die Fragen sind vertrauensvoller und die Stimmung ist anders, die Hemmschwelle ist sehr niedrig“, erklärt Matthias. Die Studienbotschafter werden vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg geschult und ausgesucht.

Anna Hirt

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