Gemeinderat in Schülerhand

Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“  -

Simulationsspiele im Gemeinschaftskundeunterricht

(Fotos: Joshua Brunner - Stadt Waldshut-Tiengen)

Gemäß diesem  Zitat, das Schiller vor mehr als 200 Jahren niederschrieb, machten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c am Montag, 20. Januar, mit ihrer Gemeinschaftskundelehrerin Anna Hirt und der Schulsozialarbeiterin Ariane Harder auf den Weg zum Schlosskeller. Von insgesamt vier Mitarbeitern der Stadt Waldshut-Tiengen wurden die Schülerinnen und Schüler über die Wahl des Oberbürgermeisters Dr. Frank aufgeklärt. Außerdem erfuhren sie, welche Aufgaben ein Gemeinderat hat und welche Rolle der OB dabei spielt. Nach einigen wichtigen Informationen begann der Kern der vormittäglichen Veranstaltung.

(Foto: siehe oben)

Die Schülerinnen und Schüler zogen Rollenkarten, die genau beschrieben, welcher Partei sie angehörten und welche Meinungen sie vertraten. Im weiteren Verlauf setzten sich die Schülerinnen und Schüler innerhalb der Parteien, also in Kleingruppen, mit realistischen Sitzungsvorlagen auseinander und diskutierten darüber. „Hier konnte man sehr leicht erkennen, wie schwierig es ist, zu einer guten Lösung für alle zu kommen“, sagt eine Schülerin. Die Schüler besprachen sich beispielsweise in den Kleingruppen über Chancen und Risiken eines geplanten Kindergartens auf der Feuerwache. Nach etwa einer Stunde spielten die Schülerinnen und Schüler eine Gemeinderatssitzung nach. „Ich hätte im Vorfeld nicht gedacht, dass man in einer Gemeinderatssitzung so wichtige Punkte bespricht“, stellt ein Schüler fest.

Bei der Sitzung konnten viele Schülerinnen und Schüler sehr gut in die Rolle eines Gemeinderates schlüpfen und brachten zum Teile sinnvolle und authentische Argumente vor.

Wir danken der Stadt Waldshut-Tiengen und vor allem Norbert Bodmer für einen informativen Vormittag.                                           Anna Hirt