Studienfahrt Irland

Am Abend des 18. Mai machten wir 24 Schüler uns zusammen mit Frau Mühlbacher und Frau Ulrich vom Flughafen Zürich aus auf den Weg nach Irland. Als unser Flugzeug dann mit etwas Verspätung nach zwei Stunden in Dublin landete, wurden wir, wie schon von vielen befürchtet, mit Regen begrüßt. Um elf Uhr erreichten wir dann schließlich unser Hostel im Zentrum der irischen Hauptstadt und bezogen unsere Zimmer. Doch leider war nicht jeder mit der Unterkunft zufrieden, so mussten sich zum Beispiel zehn Mädchen ein Zimmer mit einem nicht ganz funktionstüchtigen Bad teilen, womit der Stress eigentlich schon vorprogrammiert war.

Am Montagmorgen ging es dann pünktlich um neun mit unserem Bus und einem Guide auf Stadtrundfahrt quer durch Dublin, wo wir viele Infos über Land und Leute erhielten. So hielten wir beispielsweise bei Sehenswürdigkeiten wie der St. Patrick’s Cathedral und der berühmten Guinness-Brauerei. Am Ende dieses Programmpunkts ging es dann auf direktem Weg zumTrinity College, wo wir, nach einer kurzen Mittagspause, eine Führung über den Campus von einem ehemaligen Studenten bekamen, der aussah wie Harry Potter. Abends wollten wir uns dann alle zusammen Pasta in der Selbstversorgerküche des Hostels kochen, aber wir hatten die Rechnung ohne die kaputten Herdplatten gemacht und so mussten wir uns schließlich mit sehr harten Nudeln und einer lauwarmen Soße zufrieden geben. Anschließend folgte eine literarisch untermalte Führung von zwei Schauspielern durch die Pubs, bei der wir am Ende sogar ein T-Shirt gewinnen konnten, wenn wir gut aufgepasst hatten. Am nächsten Morgen war dann ein Besuch im National History Museum von Dublin vorgesehen und danach konnten wir dann in Kleingruppen allein auf Tour gehen. Zum Abendessen mussten wir jedoch wieder im Hostel sein, denn ein paar unserer Gruppe wollten uns ein traditionell irisches Gericht zaubern und hatten innerhalb von 3 Stunden fünf Bleche mit irischem Auflauf vorbereitet. Dumm nur, dass auch die Backöfen des Hostels nicht funktionierten und so wurden die Aufläufe, nach kurzer Absprache mit der Rezeption, von der Kochgruppe kurzerhand in ein nahegelegenes Partnerhostel getragen und dort fertig gekocht. Doch der Aufwand hatte sich gelohnt, denn das Resultat hat allen sehr gut geschmeckt. Allerdings war dies dann auch das letzte Mal, dass wir unser Glück in der Küche versuchten, und so mussten wir uns für die restlichen Abende selbst versorgen. Anschließend ließen wir den Abend noch mit einigen Referaten ausklingen. Mittwochs ging es dann bei Sonnenschein und blauem Himmel mit dem Bus quer durchs Land nach Belfast. Dort gabelten wir dann unseren Guide auf, der uns über die Stadt und auch die Konflikte in Nordirland informierte. Wieder in Dublin angekommen, stand dann Theater auf dem Programm. Dem Stück „An Ideal Husband“ von Oskar Wilde standen zwar anfangs viele von uns eher kritisch gegenüber, doch am Ende hat es doch allen gefallen.

Nach dem Frühstück machten wir uns dann am Donnerstag alle zusammen auf den Weg nach Newgrange. Dort wollten wir ein Keltengrab besichtigen, doch statt nach Newgrange ging es für uns in das benachbarte Knowth, wo es ebenfalls Keltengräber gibt. Nach einer zweistündigen Führung mit dazugehörigem Museumsbesuch, kehrten wir wieder nach Dublin zurück, wo wir den Rest des Tages frei nach unseren Wünschen gestalten konnten. In Kleingruppen machten wir dann die Stadt unsicher, gingen in Pubs oder zum Shoppen. Um 18 Uhr nutzen dann noch viele Schüler freiwillig die Gelegenheit zusammen mit den Lehrern den berühmten „Even song“ in der Christ Church in Dublin mit zu verfolgen.

Abends gingen einige von uns dann ins Kino,andere nahmen an einer „Ghosttour“ teil und so endete auch schon unser letzter Abend in Dublin. Freitagmorgen checkten wir dann aus unserem Hostel aus und gingen noch alle gemeinsam zu einem spontan geplanten Ausflug mit dem Zug in den hübschen, kleinen Küstenort Howth. Dort wurden wir von eisigem Wind und hohen Wellen begrüßt. Trotzdem waren alle begeistert, was unter anderem auch an den süßen Seerobben lag. Doch nach gut zwei Stunden fuhren wir auch schon wieder zurück, um unser Gepäck abzuholen und uns auf den Weg zum Flughafen zu machen. Dort hieß es dann Abschied nehmen von der grünen Insel, denn unsere super schöne Studienfahrt war nun zu Ende. Und obwohl vieles nicht so abgelaufen war, wie Frau Mühlbacher und Frau Ulrich sich das vorgestellt hatten, hat es doch allen Spaß gemacht und auch die Lehrer waren letztendlich zufrieden.

 

Annemarie Albrecht, Saskia Schätz, Svenja Eggi