Schüler spielen für Schüler – Ein Ausflug ins Alte Rom

Bei der Theateraufführung 'Ein Ausflug ins alte Rom' konnte man unter anderem Schüler im antiken Mathematikunterricht beobachten. (Foto: Victor Venz)

Ob das Ereignis am 30. September in der 5. Stunde der Beginn einer neuen Tradition am KGT wird? In dieser Stunde präsentierten die Schüler der Klasse 7a ein etwa 30-minütiges halblateinisches Theaterstück, das sie sich in den letzten zwei Monaten des vergangenen Schuljahres erarbeitet hatten.

Eigentlich hatten wir – das sind die 7a und ich, ihre Klassen- und Lateinlehrerin – ursprünglich nur eine kleine Aufführung als Einleitung zum ersten Elternabend im neuen Schuljahr geplant. Herr Crößmann machte uns dann aber gerade wegen der kurzen Dauer des Stücks den Vorschlag, zusätzlich zu einem festgesetzten Termin die Klassen im Hauptgebäude (also hauptsächlich Unterstufenklassen) zu einer Vormittagsvorstellung einzuladen.

Das taten wir auch, aber unser Vorhaben schien sich herumgesprochen zu haben. Jedenfalls strömten statt der erwarteten ca. 300 Schüler auf einmal immer größere Massen in die Aula, bis auch der letzte Fleck auf dem Boden und an den beiden Galerien der oberen Stockwerke besetzt war. Da konnte man schon ordentlich nervös werden – wer hat schon die Gelegenheit, sein Theaterdebüt (und das war es ja immerhin für viele Schüler) vor so vielen Leuten zu geben? Und dann war auch noch die Hälfte des Textes lateinisch! Aber die 7a hatte für die eventuellen Nichtlateiner im Publikum vorgesorgt und Untertitel erstellt, die mittels Beamer und Leinwand das Stück für alle verständlich machten.

 

Viele Zuschauer, Schüler wie Lehrer, versammelten sich in der Aula und lauschten dem deutsch-lateinischen Theaterstück. (Foto: Martin Dühning)

Die 7a verstand es offensichtlich, mit ihrem Spiel die Schulgemeinschaft zu bannen: Mucksmäuschenstill war es in der Aula. Dass die zahlreichen Mitschüler ihnen mit so einem hohen Maß an Aufmerksamkeit Respekt zollten, freute die Mädchen und Jungen ganz besonders.

Wie viel Arbeit selbst hinter einem so kurzen Stück – pünktlich zwei Minuten vor dem Pausengong gab es den Schlussapplaus – steckt, kann jeder beurteilen, der selbst einmal Theater gespielt hat. Eine vollständige Schulklasse für Theater zu begeistern ist sicherlich nicht immer möglich. Ob unser Projekt trotzdem Nachahmer findet? Es wäre wünschenswert! Denn so kurz die Vorstellung war, so überwältigend war das Erlebnis zumindest für die Akteure auf der Bühne. Es war eines von den Highlights im Schulalltag, an die man sich wohl ein ganzes Leben erinnern wird. So etwas lohnt sich immer!

Kerstin Kunzmann
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