Besuch im Weltladen: "Nachhaltig und lecker"

Am Mittwoch, den 17. Juli, besuchte die Klasse 8d in Begleitung von Frau Hirt den Weltladen in Tiengen. Dort trafen wir auf Frau Müller, die zusammen mit 19 anderen Frauen ehrenamtlich im Weltladen arbeitet. In dem Laden findet man hauptsächlich Lebensmittel und Kunsthandwerk, aber auch Schmuck  und eine kleine Kosmetik – Abteilung.

Zu Beginn durften wir Fairtrade - Schokolade und Schokolade von Aldi kosten. Den meisten Schülern schmeckte die süßere Aldi-Schokolade besser, dennoch gab es einige, die die Fairtrade - Schokolade  lieber mochten. Frau Müller erklärte uns, warum die Fairtrade-Schokolade teurer ist als die von Aldi: Die „normale“ Schokolade wird auf  großen Plantagen angebaut, die meistens großen Konzernen aus Europa oder Amerika gehören. Da viele Eltern besitzlos und arm sind, müssen ihre Kinder für Hungerlöhne auf den Plantagen schuften. Durch die giftigen Pestizide sterben viele Kinder schon in jungen Jahren. Wegen der langen, harten Schichten können die Kinder nicht zur Schule, dadurch haben sie keine Zukunft.

Die Organisation Fairtrade unterstützt Kleinbauern. Den Bauern wird ein fairer, fester Preis, der unabhängig des Marktwertes ist, geboten, von dem sie gut leben können, sowie eine Abnahmegarantie, wenn sie sich darauf verpflichten, dass alle Produkte biologisch sind. Wenn sich viele dieser Kleinbauern zusammenschließen und zum Beispiel Schulen aufbauen, können sie so eine sichere Zukunft für ihre Kinder schaffen.

Da es in den Tropen zu heiß ist, um Schokolade zu produzieren, wird sie hier produziert, wobei Organisationen wie GEPA darauf achten, ausschließlich fair gehandelte Milch aus dieser Region zu benutzen. Danach durften wir getrocknete Mangos probieren. Soziale Unternehmen wie „Aktion Schutzengel“, „PREDA“ und „Gemeinsam für Kinderrechte“ helfen verarmten Jugendlichen auf den Philippinen.

Viele der Jungen werden durch ihre Armut kriminell. Doch die Organisationen wollen hauptsächlich den Mädchen helfen, die sich prostituieren müssen, um zu überleben. Ein irischer Pater erkannte die Not der Kinder und half ihnen. Sie verarbeiten Mangos, um von dem verdienten Geld Leben zu können. Alle paar Jahre kommt eine Gruppe dieser Jugendlicher in unsere Region und führt „Tänze zum Dank“ vor, die oft von ihrer Vergangenheit handeln. Der Weltladen führt Produkte aus aller Welt, unter anderem;  Südafrika, Palästina, Nepal, Indien und den Tropen.

Gegen Ende stellte uns Frau Müller noch zwei Produkte und ihre Geschichten vor. Die Uhren wurden aus recyceltem Metall von den Müllhalden der Slums hergestellt. In Werkstätten lernen die Jugendlichen, wie sie die Uhren herstellen. Des Weiteren zeigte sie uns Bücher, die aus alten Saris und Altpapier gemacht werden und ebenfalls vollständig recycelt sind.

Nach dem Vortrag hatten wir noch Zeit ein wenig im Laden zu bummeln und einige kauften sich auch etwas. Die meisten Schüler fanden den Ausflug sowohl interessant als auch informativ. Und auch ich fand den Vortrag ansprechend, besonders beeindruckt hat mich, dass die Frauen das alles ehrenamtlich machen und trotzdem mit voller Hingabe arbeiten.

Ronja Christoph, Klasse 8d