Methodencurriculum

Methodencurriculum

 

 Einleitende Gedanken

Die Methodenkompetenz von Schülern zählt nach den für das G8 geltenden Bildungsstandards zu den Schlüsselkompetenzen. Ziel der pädagogischen Arbeit einer Schule soll es sein, die Eigenständigkeit und das selbständige Arbeiten von Schülern durch die Anwendung geeigneter Unterrichtsmethoden zu fördern.

Das Klettgau-Gymnasium will mit einem eigenen Curriculum die Methodenkompetenz der Schülerinnen und Schüler stärken. Ziel ist es, dass alle Fachschaften der Schule in diesen Prozess mit eingebunden sind.

Bei dem folgenden Konzept wurde auf die Erfahrungen der Realschule Enger zurückgegriffen, die mit ihren Bausteinen zur Lernkompetenz Vorschläge für eine praktische Umsetzung eines Methodentrainings macht.

Die im Anschluss aufgelisteten Methoden für die Klassenstufen 5 und 6 sind am Klettgau-Gymnasium in vorangegangenen Profilwochen bereits erfolgreich eingeführt worden. In Schuljahren, in denen keine Profilwoche stattfindet, koordiniert der Klassenlehrer/die Klassenlehrerin die Umsetzung der einzuführenden Methoden

In den Klassenstufen 7 bis 10 erfolgt das Methodentraining über das Jahr in verschiedenen Fächern, die sich für diese Methoden besonders anbieten und die von einer Fachkommission in Übereinstimmung mit den Bildungsplänen festgelegt wurden. Diese Fächer führen die einzelnen Methoden ein, andere geeignete und ebenfalls festgelegte Fächer übernehmen die Einübung, so dass bei den SchülerInnen nicht der Eindruck entsteht, dass bestimmte Arbeitsweisen auf bestimmte Fächer reduziert sind. Ein Wiederholungszyklus in jedem Schuljahr sichert mit klassenspezifischen Schwerpunkten die eingeführten Methoden.

Mit dem Methodencurriculum verbindet sich insbesondere die Erwartung, dass die Schülerinnen und Schüler die erforderlichen GFS bzw. Präsentationen überzeugender und selbstsicherer vorzutragen in der Lage sind.

Die Arbeit am Methodencurriculum ist ein Prozess. Auch am KGT wird sich deshalb das Methodencurriculum im Laufe seiner praktischen Umsetzung konzeptionell und inhaltlich stets verändern.

 

 

Methodentraining – Inhalte

 

MT 1

Klasse 5

 

(Profilwoche)

 

Lerntyperntest (Einstieg und Motivation)

 

Effektiv lernen: “Wie behalte ich besser“

Ø  Lern- und Übungsformen kennen lernen und in einer Sammlung festhalten

Ø  Lernprinzipien kennen lernen (Merkplakat)

 

Hausaufgaben: “Wie mache ich Hausaufgaben?“

Ø  “richtige“ Hausaufgabenplanung nach einem Zeitplan (time management)

Ø  “Wann, Wo, Wie“ sollen Hausaufgaben gemachte werden?

Ø  “10 goldene Hausaufgabentipps“

 

Vorbetreiten von Klassenarbeiten : “Wie erziele ich ein gutes Ergebnis in einer Klassenarbeit?“

Ø  einen Zeitplan zur Vorbereitung auf die Arbeit erstellen – vom Zeitplan der Ankündigung der Arbeit bis zum Schreiben

Ø  “Spickzettel erstellen“

Ø  Möglichkeiten der mentalen Vorbereitung kennen lernen

Ø  methodisches Vorgehen während einer Klassenarbeit festlegen

 

Heft(er)gestaltung : “Ordnung im Heft = Ordnung im Kopf“

Ø  gestalterische Prinzipien kennen lernen (Deckblatt, Gliederung, Inhaltsverzeichnis, Marker, optische Hervorhebungen, graphische Symbole, Umrahmungen, etc.)

Ø  kennenlernen, dass gestaltete Heft-/Ordnerseiten das Lernen unterstützen

 

Gruppenarbeit I + II : “Zusammenlernen macht uns als Klasse stark“

Ø  Gesprächsregeln kennen lernen und anwenden

Ø  das eigene Verhalten in einer Gruppe reflektieren

Ø  Regeln für die Gruppenarbeit kennen lernen

Ø  den Sinn und die Effektivität von Gruppenarbeit erkennen

 

 MT 2

 

Klasse 6

 

(Profilwoche)

 

Lesetechniken: “ Wie gehe ich mit einem Text um?“

Ø  die Fünf-Gang-Lesetechnik kennen lernen

Ø  einen Text überfliegen: Überschriften und Schlüsselbegriffe finden

 

Texte markieren: “Wozu sind Markierungen wichtig?“

Ø  Schlüsselbegriffe erkennen

Ø  Markierungsregeln erarbeiten und sichern

Ø  ein für die Klasse verbindliches Ordnungsprinzip bestimmen und anwenden

 

Nachschlagewerke: “Wie finde ich Informationen?“

Ø  Nachschlagewerke kennen lernen und einsetzen

Ø  Einführen in die Wörterbuchbenutzung

Ø  gemeinsame Regeln zur Technik des Nachschlagens erstellen

 

Recherchieren : “Wo finde ich Informationen?“

Ø  verschiedene Möglichkeiten der Informationsbeschaffung kennen lernen

a) die nicht über Computer laufen (Lexika, Fahrpläne, Kataloge, Telefonverzeichnis etc.)

b) die das Internet einbeziehen (Grundkenntnisse bereits in ITG erworben)

 

Einführen in die Präsentation als Vorbereitung auf die GFS

Ø  die “Dos und Don’ts“ einer guten Präsentation erarbeiten und

Ø  einen Vortrag nach Wahl unter festen Vorgaben vorbereiten

Ø  eine kleine Präsentation halten (3 Minuten)

Ø  mit Hilfe von Feedback-Bögen, die vorher ausgeteilt wurden, eine Präsentation beurteilen lernen

 

 

 

 

 MT 3

 

lasse 7

 

 

 

Wiederholen in Stationen (Methoden aus 5&6)

(klassenspezifische Schwerpunktsetzung)

 

Notizen anfertigen

Ø  Notizen so anfertigen lernen, dass sie zur Kurzwiedergabe einer visuellen oder mündlichen Vorgabe dienen

Ø  “Sieben Stützen für Notizen“ – Regeln für das Erstellen und Strukturieren von Notizen kennen lernen

 

Visualisierungs- + Interpretationstechniken

Ø  Verschiedene, aus dem Unterricht bekannte Visualisierungstechniken (Diagramme, Bilder, reale Gegenstände etc. sammeln)

Ø  diese den einzelnen Fächern zuordnen und begründen, warum gerade diese Techniken für die jeweilige Information ausgewählt wurden

 

Mind-Mapping I

Ø  die Funktion der beiden Gehirnhälften mit ihren unterschiedlichen Zuständigkeiten kennen lernen

Ø  Einführung in die Begriffe und Technik der Mind-Map

Ø  “die elf Mind-Mapping-Gesetze“ kennen lernen und anwenden

 

Präsentation I

Ø  Stufen der Präsentationsvorbereitung kennen

Ø  Reihenfolge in der Bearbeitung eines Themas genau befolgen

Ø  anhand vorgegebener Materialien eine Kurzpräsentation zu einem Thema geben (5 Minuten)

 

 

 

 

 MT 4

 

Klasse 8

 

 

 

Wiederholungszyklus (Methoden aus 5,6&7)

(klassenspezifische Schwerpunktsetzung)

 

Zeitplanung

Ø  einen vorab ausgefüllten Wochenplan reflektieren

Ø  Hintergrundwissen zur besseren Zeitplanung erlangen

Ø  nach Zeiträubern fahnden

Ø  einen eigenen Tages- und Wochenplan erstellen

 

Selbstüberprüfung

Ø  die bisherigen eigenen Schulleistungen anhand der Zeugnisse der Klassen 5-8 evaluieren, d.h. Stärken und Schwächen analysieren

Ø  Hilfen und Strategien entwickeln, um die Unterrichtsnoten zu verbessern

 

Präsentation II

(Schwerpunkt Fremd- und Selbstbeobachtung)

Ø  in Partnerarbeit einen vorbereiteten Kurzvortrag halten

Ø  anhand eines Beobachtungsbogens sich selbst und andere beurteilen lwernen

Ø  Prioritätenliste zur persönlichen Verbesserung eines Vortrags erstellen

Ø  Zehn goldene Tipps für eine gute Präsentation““

 

Mind-Mapping II

Ø  Bilder und Symbole als weitere Anwendungsmöglichkeiten des Mind-Mapping kennen lernen

Ø  einen einfachen Vortrag, also Gehörtes, in eine Mind-Map umwandeln

Ø  lineare Strukturen wie Tabellen, Diagramme etc. in einer Mind-Map darstellen

Ø  einfache Texte in Mind-Maps zusammenfassen

Ø  Brainstormingtechniken kennen lernen

 

 MT 5

 

Klasse 9

 

 

 

Wiederholungszyklus

(mit Schwerpunkt auf der Projektvorbereitung)

 

Projektplanung

Ø  Grundsätzliche Bausteine des Projektmanagements kennen lernen

Ø  eine konkrete Zielplanung als Voraussetzung eines Projekts formulieren

Ø  ein eigenes Projekt unter Berücksichtigung der Projektphasen planen

 

 

 MT 6

 

Klasse 10

 

 

 

Wiederholungszyklus

(klassenspezifische Schwerpunksetzung)

 

Präsentationstechniken:

Ø  Schwerpunkt: Powerpoint