Das Fach Musik stellt sich vor - Bildungsstandards Musik Klasse 6

Bildungsstandards Musik Klasse 6

Kompetenzbereich 1: Musik gestalten
Grundsätzliches:

Im Vordergrund des Unterrichts in den Klassen 5 und 6 soll das praktische Musizieren, das Erleben von Musik mit Stimme, Körper und Instrument sein. Das Ziel ist zuallererst, durch unmittelbare musikalische Erfahrungen die Freude an der Musik zu wecken, zu erhalten und zu pflegen. Erste Musiziererfahrungen werden vor allem auf der Basis des grundtonbezogenen Tonraums und der regelmäßigen Pulsfolge gemacht. Eine systematisch aufbauende Vorgehensweise gewährleistet den allmählichen Erwerb musikalischer Grundkompetenzen. Das Klassenmusizieren mit verschiedenen Instrumenten und mit dem Klasseninstrument Keyboard ist wesentlicher Bestandteil des Unterrichts.
Am KGT soll in einer Bläserklasse Kindern, die normalerweise kein Instrument spielen ermöglicht werden, ein solches zu erlernen.
Das KGT arbeitet intensiv mit der Musikschule Südschwarzwald zusammen: Das gemeinsame Orchester, die gemeinsame Unterstufenband, die gemeinsame Bläserklasse und regelmäßige gemeinsame Konzerte bilden die Basis für die intensive musikalische Förderung möglichst breiter Schülerschichten. Gemeinsame Projekte mit den Vereinen am Ort und in der Region, v.a. den Chören, ermöglichen die Durchführung von anspruchsvollen und großen musikalischen Projekten.

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über grundlegende Fähigkeiten im Umgang mit ihrer Stimme; sie

  • tragen ein Sprechstück artikuliert vor, singen mehrere traditionelle und aktuelle Lieder aus verschiedenen Themenbereichen (vgl. Liedverzeichnis) richtig in Tonhöhe und Rhythmus sowie in angemessenem Ausdruck (in der Gruppe oder im Klassenverband). Die grundlegenden Fähigkeiten im Umgang mit der Stimme sollen durch intensive stimmbildnerische Arbeit verbessert werden.
  • singen ein Repertoire von Liedern unterschiedlicher Genres, Stile und Kulturen auswendig (vgl. Liedverzeichnis)
  • singen einfache zweistimmige Lieder und Kanons (in der Gruppe oder im Klassenverband)

Das Auswendigrepertoire der Klassen wird intensiv gepflegt.


Die Schülerinnen und Schüler verfügen über grundlegende Fähigkeiten im instrumentalen Musizieren; sie

  • spielen einfache Rhythmen (Pattern) und Tonfolgen auf einem Instrument
  • spielen einfache Instrumentalsätze in der Gruppe oder im Klassenverband (rhythmische Übungen sollen (bevorzugt) auf Latin-Percussion, melodische Übungen am Keyboard oder auf den Orff-Instrumenten erarbeitet werden)
  • kennen die Spielweise, die Klangcharaktere und die Notation ihrer beim Klassenmusizieren verwendeten Instrument. Die Notation des im Unterricht Verwendung findenden Instrumentariums wird auf den Violinschlüssel und seine Abkömmlinge reduziert.
  • kennen grundlegende musikalische Gestaltungselemente und Formprinzipie. Folgende Begrifflichkeiten sollen explizit eingeführt werden: Motiv, Phrase, Liedformen (ein-zwei- und dreiteilig), die Gliederungen in Groß- und Kleinformen(GROSS und kleinbuchstaben). Die Satz-Begriffe, Periode und Formen werden nicht eingeführt.
  • verfügen über erste Erfahrungen mit freien Formen von Klangerzeugung (praktischer Umgang mit einfacher grafischer Notation oder Erfinden einfacher Klangimprovisationen zu Bildern Texten).Die Gestaltung freier Formen und Klänge tritt hinter das Musizieren im Klassenverband und den Gesang zurück.

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über grundlegende Fähigkeiten im Umsetzen von Musik in Bewegung; sie

  • setzen ein Metrum in Bewegung um
  • führen einfache Bewegungsabläufe zu Musik koordiniert aus.Bodypercussion, Bewegung und Tanz sind wichtige Elemente der rhythmischen Erziehung.
  • können Musik in andere Ausdrucksbereiche umsetzen (Bildende Kunst, szenisches Spiel, Text) oder andere Ausdrucksbereiche mit Musik gestalten
Ein musikalisches Projekt

Ein Projekt (Mini-Musical, Theater, Klassenorchester, Tanz, Film, etc.) mit der Zielvorgabe einer Aufführung im Rahmen von Klassenfesten, Elternnachmittagen, etc. ist wichtiger Bestandteil der Arbeit in den Klassen 5 und 6.

Kompetenzbereich 2: Hören und Verstehen
Grundsätzliches

Die Schülerinnen und Schüler machen sich ihre im Kompetenzbereich 1 erworbenen Erfahrungen und Fertigkeiten bewusst und entwickeln ihre musikalische Vorstellungsfähigkeit weiter. Sie sind in der Lage, an Musikstücken elementare musikalische Verläufe bewusst wahrzunehmen und diese Wahrnehmungsfähigkeit auf unterschiedliche Weise zu äußern. Sie erwerben die Fähigkeit, ein überschaubares musikalisches Werk in seiner Wirkung und seinen wichtigsten musikalischen Gestaltungsmitteln zu beschreiben und seine mögliche Aussage nachzuvollziehen. Auf diese Weise wird den Schülerinnen und Schülern ein vertieftes Erleben von Musik ermöglicht. Hierzu dienen auch die zunehmende Beherrschung der Notenschrift und die Fähigkeit, mit einfachen Notentexten praktisch umgehen zu können.

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit Notenschrift und Notentext; sie lesen, schreiben und musizieren

  • Ganze, Halbe, Viertel, Achtel und Sechzehntel Noten- und Pausenwerte (auch in punktierter Form) im 2/4-, 3/4-, 6/8- und 4/4-Takt
  • im Tonraum von g bis c3 im Violinschlüssel und seinen Variante. Ein systematisch aufgebautes tonales Training von Klasse 5-10 legt die Basis für diese Fertigkeiten.
  • kennen die grundlegenden Bezeichnungen und Symbole zu Dynamik, Tempo, Artikulation und wenden sie beim Musizieren und Hören an. Grundlegende musikalische Angaben sind:
    • Lautstärkeangaben von pp-ff
    • Artikulationszeichen
    • Rit. und accel., adagio, andante, allegro

Die Schülerinnen und Schüler können einfache Tonfolgen und Rhythmen aus der Vorstellung oder nach Gehör notieren.

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über grundlegende Kenntnisse wichtiger musikalischer Gestaltungsmittel; sie

  • nutzen ihre Kenntnisse von Metrum (Pulsschlag), Takt (gerade und ungerade) und Rhythmus beim Musizieren und Beschreiben von Musikstücken. in systematisch aufgebautes Rhythmustraining von Klasse 5-10 legt die Basis für diese Fertigkeiten.
  • nutzen ihre Kenntnisse der Intervalle (reine Intervalle, große und kleine Sekunde, große und kleine Terz) für die Beschreibung von melodischen Verläufen, von Zusammenklängen und ihrer jeweiligen Wirkung an Musikstücken. Die Schülerinnen und Schüler können (in der Schülergruppe) Intervalle von beliebigen Tönen nach oben und unten singen, sukzessive und gleichzeitig hörend bestimmen, sowie aufschreiben und aus der Schrift bestimmen. Der Katalog wird um Tritonus, Quart und Oktave ergänzt.
  • nutzen ihre Kenntnisse verschiedener Ordnungen im Tonraum (Dur, Moll) für die Beschreibung ihrer jeweils spezifischen Wirkung an Musikstücken
  • lesen und schreiben die Hauptdreiklänge einer Tonart und nutzen ihre Kenntnisse beim Musizieren und zur Beschreibung einfacher harmonischer Verläufe.
  • können Dreiklänge in Dur und Moll im intervallischen Aufbau und Dreiklangsumkehrungen in Griffschreibweise erkennen, schreiben und spielen.
  • können Tonleitern (bis 2 Vorzeichen??) und deren Quintverwandtschaft erkennen und schreiben.

 

  • nutzen ihre Kenntnisse elementarer Formprinzipien (Wiederholung, Veränderung, Gegensatz, Motiv und seine Fortführung) und wichtiger Formmodelle (Liedformen) für die Beschreibung des Verlaufs von Musikstücken


Die Schülerinnen und Schüler verfügen über grundlegende Fähigkeiten im bewussten Hören, Beschreiben und Verstehen von Musik; sie können

  • einem Musikstück konzentriert zuhören
  • mit einfachen Worten die Wirkung musikalischer Ereignisse beschreiben
  • Musikstücke nach vorgegebenen Kriterien (musikalische Parameter, Instrumente, Besetzungen, Titel bzw. Überschriften) beschreiben
  • den Verlauf von Musikstücken beschreiben
  • die Aussage eines Musikstückes und mögliche Intentionen des Komponisten nachvollziehen
Kompetenzbereich 3: Musik reflektieren
Grundsätzliches

Die Schülerinnen und Schüler lernen unterschiedliche musikalische Erscheinungsformen kennen und erfahren über die Begegnung mit Komponisten und musikalischen Werken, dass Musik immer auch in einem geschichtlich und gesellschaftlich bedingten Kontext steht. Die Schülerinnen und Schüler bringen ihre eigenen Musikerfahrungen in den Unterricht ein und lernen Musik in verschiedenen Kontexten kennen; durch die Reflexion des eigenen Umgangs mit Musik entwickeln sie Toleranz für die Hörgewohnheiten anderer und sind schließlich in der Lage, mit dem vielfältigen musikalischen Angebot angemessen umzugehen.

Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler

  • können an verschiedenen historischen und zeitgenössischen Musikstücken biografische und entstehungsgeschichtliche Aspekte nennen
  • kennen Musik in unterschiedlichen Kontexten
  • lernen in jedem Schuljahr mindestens einen Komponisten und sein Leben und Schaffen genauer kennen

 

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